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Stellenanzeigen Kosten: Was kosten Stellenanzeigen (für HoGA) wirklich – und wo sind sie kostenlos?

Stellenanzeigen Kosten Was kosten Stellenanzeigen wirklich – und wo sind sie kostenlos
Inhalt

    Wer Personal für Hotellerie und Gastronomie sucht, stößt schnell auf zwei zentrale Fragen: Was kosten Stellenanzeigen? Und wo kann man Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen?

    Tatsächlich gibt es heute eine Vielzahl an Kanälen, von komplett kostenlosen Möglichkeiten bis hin zu kostenintensiven Premium-Anzeigen. Doch Kosten allein sagen wenig darüber aus, wie viele passende Bewerbungen tatsächlich entstehen.

    Dieser Artikel gibt einen konkreten Überblick über Kosten, kostenlose Optionen, Reichweite und Grenzen von Stellenanzeigen – speziell für die HoGa – und ordnet ein, wann Recruiting und Talent Matching sinnvoller sind als klassische Anzeigen.

    1. Stellenanzeigen kostenlos veröffentlichen: Diese Möglichkeiten gibt es

    Eigene Website & Google for Jobs

    Stellenanzeigen auf der eigenen Karriereseite können über Google for Jobs ausgespielt werden – ohne Schaltkosten.

    Kosten:
    0 € Media-Budget

    Was das bringt:

    • Sichtbarkeit bei Bewerbern, die aktiv nach Jobs suchen
    • gute Basismaßnahme für Betriebe mit vorhandener Website

    Grenzen:

    • Reichweite abhängig von SEO, Domainstärke und Aktualität
    • keine aktive Ausspielung an neue Zielgruppen
    • für viele HoGa-Betriebe allein nicht ausreichend

    Bundesagentur für Arbeit (Jobbörse)

    Auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ermöglicht die kostenlose Veröffentlichung von Stellenanzeigen.

    Geeignet für:

    • aktiv suchende Bewerber
    • Einstiegs- und Standardpositionen

    Grenzen:

    • wenig Differenzierung
    • kaum Vorqualifizierung
    • begrenzte Wirkung bei Fach- und Führungspositionen

    2. Social Media: kostenlos möglich – aber klar begrenzt

    LinkedIn: Jobplattform und Netzwerk

    LinkedIn ist nicht nur ein soziales Netzwerk, sondern zugleich eine vollwertige Jobplattform. Unternehmen können dort klassische Stellenanzeigen veröffentlichen, die im Jobbereich aktiv suchenden Kandidaten ausgespielt werden.

    Kosten für LinkedIn Stellenanzeigen

    LinkedIn arbeitet nicht mit Fixpreisen, sondern überwiegend performancebasiert.

    • Abrechnung meist pro Klick (CPC) oder pro Impression (CPM)
    • CPC häufig ca. 4–9 €, bei Fach- und Führungspositionen teils deutlich höher
    • Für spürbare Reichweite oft 1.000–2.000 €+ pro Monat
    • Budgets unter 600–800 € bleiben häufig wirkungslos

    Geeignet für:

    • Führungspositionen (z. B. Hoteldirektion, F&B-Leitung)
    • kaufmännische & administrative Rollen
    • größere Betriebe mit Employer-Branding-Fokus

    Grenzen in der HoGa:

    • für operative Positionen (Service, Küche, Housekeeping) oft zu teuer
    • geringe Resonanz
    • Screening & Auswahl bleiben vollständig beim Betrieb

    XING: Netzwerk mit klassischer Jobbörse

    XING ist – ähnlich wie LinkedIn – Netzwerk und Jobplattform, arbeitet jedoch überwiegend mit Fixpreisen.

    Kosten für XING Stellenanzeigen (ca.)

    • Basic / Essential: ca. 500–600 € / 30 Tage
    • Pro / Premium: ca. 900–1.200 € / 30 Tage
    • größere Pakete mit Zusatzreichweite entsprechend teurer

    Geeignet für:

    • kaufmännische Rollen
    • Verwaltung
    • Führungspositionen im DACH-Raum

    Grenzen:

    • geringere Reichweite als LinkedIn
    • wenig relevant für operative HoGa-Positionen
    • Screening bleibt beim Betrieb

    Facebook: Job-Funktion & regionale Reichweite

    Facebook bietet eine integrierte Job-Funktion und wird stark über lokale Gruppen genutzt.

    Stärken:

    • regionale Sichtbarkeit
    • geeignet für operative Rollen
    • grundsätzlich kostenlos nutzbar

    Grenzen:

    • Qualität der Bewerbungen schwankt
    • keine strukturierte Vorauswahl
    • Erfolg stark abhängig von Region und Aktivität

    Instagram: Employer Branding, keine Jobbörse

    Instagram ist keine Stellenplattform im klassischen Sinne.

    Geeignet für:

    • Employer Branding
    • Einblicke ins Team und Arbeitsumfeld
    • Aufbau eines Bewerberpools

    Nicht geeignet für:

    • strukturierte Stellensuche
    • planbare Fachkräftegewinnung ohne weitere Maßnahmen

    3. Kostenpflichtige Stellenanzeigen: Was kostet das?

    Klassische Jobbörsen

    Plattformen wie StepStone oder XING arbeiten mit Fixpreisen, meist für eine Laufzeit von 30 Tagen.

    Typische Kosten:

    • mehrere hundert bis über tausend Euro pro Anzeige
    • Kosten entstehen unabhängig vom Ergebnis

    Praxis in der HoGa:

    • hohe Reichweite
    • viele Bewerbungen
    • hoher interner Screening-Aufwand
    • keine Garantie für Einstellung

    HoGa-spezifische Jobbörsen

    Für Hotellerie und Gastronomie relevante Plattformen sind unter anderem:

    • Hotelcareer
    • Gastrojobs
    • Hogapage
    • Rolling Pin Jobs

    Vorteile:

    • höhere Grundpassung
    • geringere Streuverluste als bei Generalisten

    Aber auch hier gilt: Stellenanzeigen bleiben eine passive Maßnahme. Vorauswahl, Gespräche und Entscheidung liegen vollständig beim Betrieb.

    4. Performance-Modelle & Anzeigen mit Budget

    Indeed & Co.

    Bei Plattformen wie Indeed können Stellenanzeigen zwar kostenlos eingestellt werden, echte Sichtbarkeit entsteht jedoch meist erst durch zusätzliches Budget.

    Typische Effekte:

    • schnelle Reichweite
    • viele Reaktionen
    • Qualität der Bewerbungen schwankt stark
    • Screening-Aufwand bleibt intern

    Social Media Ads (Facebook, Instagram, LinkedIn)

    Bezahlte Anzeigen ermöglichen gezielte Reichweite nach Region, Beruf oder Interessen.

    Geeignet für:

    • Quereinsteiger
    • Bewerberpool-Aufbau
    • Employer Branding

    Grenzen:

    • Kosten entstehen unabhängig vom Einstellungserfolg
    • Vorqualifizierung fehlt
    • interner Aufwand bleibt hoch

    Erreichen Stellenanzeigen auch passive Bewerber?

    Ja – teilweise!

    Wie Stellenbörsen passive Bewerber erreichen

    Über Funktionen wie:

    • Job-Alerts
    • E-Mail-Benachrichtigungen
    • gespeicherte Suchprofile
    • Retargeting-Maßnahmen

    erreichen Jobbörsen auch Bewerber, die nicht akut suchen.

    Dabei handelt es sich jedoch meist um latent wechseloffene Kandidaten – also Personen, die:

    • früher aktiv gesucht haben
    • ein Profil angelegt haben
    • bewusst Job-Updates erhalten möchten

    Die Grenze klassischer Stellenanzeigen

    Echte passive Bewerber:

    • sind aktuell beschäftigt
    • haben keine Jobbörsen-Profile
    • reagieren nicht auf Anzeigen
    • wechseln nur bei gezielter Ansprache

    Gerade in der HoGa ist diese Gruppe besonders groß.

    Welche Kanäle erreichen welche Bewerber?

    • Jobbörsen & Google for Jobs → überwiegend aktiv suchende Bewerber
    • Job-Alerts & Benachrichtigungen → latent wechseloffene Bewerber
    • Social Ads & Direktansprache → aktiv und passiv suchende Bewerber

    Was sich für HoGa lohnt – und was oft nicht

    Sinnvoll:

    • branchenspezifische Kanäle
    • Kombination aus Sichtbarkeit und Vorauswahl
    • gezielte Ansprache wechseloffener Fachkräfte

    Oft ineffizient:

    • teure Anzeigen ohne Vorqualifizierung
    • Reichweite als alleinige Strategie
    • Hoffnung auf Zufallstreffer

    Vergleich: Stellenanzeige vs. Recruiting & Talent Matching mit H&G

    Beispiel klassische Stellenanzeige

    • Kosten Anzeige: 900 €
    • Laufzeit: 30 Tage
    • Bewerbungen: 20
    • Davon passend: 3
    • Gespräche: 2
    • Einstellung: offen

    Zusätzlich entstehen:

    • 10–15 Stunden interner Aufwand
    • operative Mehrbelastung
    • keine Planungssicherheit

    Recruiting / Talent Offering / Talent Matching mit H&G

    • keine Anzeigenkosten für den Betrieb
    • gezielte Ansprache aktiv, latent und passiv suchender Kandidaten
    • persönliche Vorgespräche
    • Klärung von Wechselmotivation, Rahmenbedingungen und Passung
    • exklusive Vorstellung
    • Vergütung ausschließlich bei Einstellung

    Viele Kosten – Sourcing, Gespräche, Vorauswahl – liegen bei uns.
    Der Betrieb zahlt nicht für Reichweite, sondern für Ergebnis.

    Fazit: Stellenanzeigen sind ein Werkzeug – kein Recruiting-System

    Stellenanzeigen können sinnvoll sein, um aktiv suchende Bewerber zu erreichen. In der Hotellerie und Gastronomie reichen sie jedoch in vielen Fällen nicht aus.

    Wer ausschließlich auf Anzeigen setzt, bezahlt oft für Sichtbarkeit – nicht für Besetzung. 

    Recruiting, Talent Offering und Talent Matching setzen dort an, wo Anzeigen enden: bei kontinuierlichem Reichweite-Aufbau, ergänzenden kostenlosen Inserate, gezielter Ansprache freier und gebundener Kandidaten, Vorauswahl und realistischem Abgleich.

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