Irgendwann kommt der Punkt, an dem der Schuhkarton mit Belegen aufhört zu funktionieren. Oder der Steuerberater fragt zum dritten Mal nach denselben Unterlagen. Oder du willst einfach wissen, wie der Monat läuft — ohne zwei Wochen auf die BWA zu warten.
Dann stehen die meisten Gastronomen und Hoteliers vor der gleichen Frage: lexware office oder sevDesk? Beide sind in Deutschland weit verbreitet, beide funktionieren für kleine und mittlere Betriebe — aber sie haben unterschiedliche Stärken. Dieser Artikel hilft dir, die richtige Wahl für deinen Betrieb zu treffen.
Was beide Tools gemeinsam haben
Bevor es um die Unterschiede geht: Der gemeinsame Kern ist groß.
Beide sind cloudbasierte Buchhaltungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen. Du kannst Eingangs- und Ausgangsrechnungen erfassen, Belege hochladen, Bankkonten verbinden und eine BWA abrufen. Beide haben eine DATEV-Schnittstelle, sodass dein Steuerberater die Daten direkt übernehmen kann — ohne manuelle Übergabe.
Für den Alltag in Gastro und Hotel bedeutet das: Du pflegst die laufenden Belege selbst ein, dein Steuerberater holt sich die Daten und macht den Abschluss. Die BWA ist jederzeit abrufbar, nicht erst am Monatsende.
Die wichtigsten Unterschiede
Bedienung und Einstieg
sevDesk gilt als etwas einsteigerfreundlicher in der Oberfläche — weniger Fachbegriffe, stärker auf die Perspektive des Unternehmers ausgerichtet. Wer noch nie aktiv mit Buchhaltungssoftware gearbeitet hat, findet sich dort oft schneller zurecht.
lexware office (früher lexoffice) hat eine längere Geschichte und eine breitere Nutzerbasis in Deutschland. Die Oberfläche ist funktional und klar, aber etwas dichter — wer sich einmal eingearbeitet hat, schätzt die Tiefe. Wer direkt einsteigt, braucht manchmal etwas länger.
Belegerfassung im Alltag
Beide bieten eine Scan-Funktion per App — Beleg fotografieren, hochladen, fertig. In der Praxis ist das der wichtigste Workflow für Gastro und Hotel: Lieferantenrechnung kommt rein, direkt erfassen, Kostenstelle zuweisen.
lexware office hat hier eine ausgereifte automatische Belegerkennung, die Lieferanten und Beträge zuverlässig erkennt. sevDesk holt auf, ist aber in der Erkennungsqualität je nach Beleg etwas variabler.
DATEV-Anbindung
Beide haben eine DATEV-Schnittstelle — aber mit Unterschieden in der Tiefe. lexware office hat eine engere historische Verbindung zu DATEV (beide kommen aus dem Haufe-Umfeld) und gilt bei Steuerberatern als etwas reibungsloser in der Übergabe. sevDesk funktioniert gut, aber manche Steuerbüros haben eine klare Präferenz für lexware office, wenn DATEV im Einsatz ist.
Konkrete Empfehlung: Frag deinen Steuerberater vor der Entscheidung, womit er lieber arbeitet. Das spart Abstimmungsaufwand.
Preisstruktur
Beide arbeiten mit monatlichen Aboplänen, die nach Funktionsumfang gestaffelt sind. Die Einstiegspakete sind ähnlich bepreist — ab etwa 15–20 € pro Monat für Grundfunktionen, mit höheren Paketen für Mehrbenutzerzugang, erweiterte Auswertungen oder automatisierte Prozesse.
sevDesk ist im mittleren Segment oft etwas günstiger, wenn du wenige Nutzer und überschaubare Belegmengen hast. lexware office hat im höheren Segment mehr Funktionstiefe, die sich für wachsende Betriebe rechnen kann.
Beide bieten Testphasen an — nutze das, bevor du dich festlegst.
Was bedeutet das konkret für Gastro und Hotel?
Für die Gastronomie
Der typische Gastro-Betrieb hat viele kleine Eingangsrechnungen — Lieferanten, Getränke, Verbrauchsmaterial — und braucht vor allem eine schnelle, reibungslose Belegerfassung. Hier sind beide Tools geeignet. sevDesk punktet mit der einfacheren Oberfläche, wenn du oder deine Mitarbeiter ohne Buchhaltungserfahrung damit arbeiten. lexware office ist die bessere Wahl, wenn dein Steuerberater stark auf DATEV setzt oder du bereits andere Haufe-Produkte nutzt.
Für die Hotellerie
Hotels haben oft komplexere Strukturen: mehrere Kostenstellen (Zimmer, F&B, Spa), saisonale Schwankungen, manchmal mehrere Buchungskanäle. Hier zahlt sich die Tiefe von lexware office tendenziell mehr aus — vor allem wenn du Kostenstellen sauber aufteilen willst, um eine aussagekräftige BWA zu bekommen. sevDesk ist für kleinere Hotels und Pensionen mit überschaubarer Struktur absolut ausreichend.
Was beide Tools nicht leisten
Buchhaltungssoftware erfasst und ordnet — sie wertet nicht aus. Du bekommst eine BWA, aber keine Einschätzung dazu: Ist deine Wareneinsatzquote zu hoch? Liegt deine Personalkostenquote im Rahmen? Was sind die drei größten Hebel in diesem Monat?
Das ist keine Schwäche dieser Tools — das ist schlicht nicht ihr Zweck. Sie sind für die Buchhaltung gebaut, nicht für die operative Steuerung.
REVENU verbindet sich mit beiden — lexware office und sevDesk — und zieht die Daten direkt rein. Was du dort siehst, ist nicht die Rohbuchhaltung, sondern die Auswertung dahinter: Quoten, Benchmarks, Abweichungen und konkrete Handlungsempfehlungen. Die Buchhaltungssoftware bleibt, was sie ist — REVENU macht daraus steuerbare Zahlen.
Zahlen im Griff behalten – von Anfang an

REVENU – HoGa Intelligence ist die Controlling-Toolbox für alle, die ihren bestehenden oder geplanten Gastro- oder Hotelbetrieb mit Zahlen statt mit Kaffeesatz steuern wollen. Ob Businessplan oder Daily Business: Daten reinladen oder automatisch synchronisieren, Zusammenhänge checken, klüger entscheiden. Das Ganze läuft ohne Controller-Diplom und ohne Einrichtungsgebühr — einfach als monatlich kündbare Cloud-Lösung direkt auf deinem Browser, Smartphone oder Tablet.
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